Lindlar im Bergischen Land ist eine beschauliche Kreisstadt mit rund 20 000 Einwohnern. Und doch entsteht hier auf einem 24 000 Quadratmeter großen ehemaligen Industriegelände ein Freizeitzentrum, das in puncto Größe, Vielfalt und Technik Maßstäbe setzt: Hotel, Event-Location für 800 Gäste, Craft-Beer-Brauerei, Restaurant und zwei große Boulder- und Kletterhallen mit höchsten Schwierigkeitsgraden für anspruchsvolle Freestyle-Climber.

Heizen und Kühlen mit einem Eis-Energiespeicher

Die Entscheidung für eine umweltfreundliche und kostengünstige Energiegewinnung fiel zugunsten des Eis-Energiespeichers, der die Energie von Sonne und Umgebungsluft zum Heizen und Kühlen nutzbar macht.

Während ein Eis-Energiespeicher für Ein- und Zweifamilienhäuser standardmäßig aus einem 10-Kubikmeter-Speicher besteht, der im Erdreich versenkt wird, kommen bei größeren Anlagen wie in Lindlar individuell geplante und gebaute Eisspeicher zum Einsatz. Der zylinderförmige Speicher des Freizeitzentrums ist sieben Meter hoch und hat einen Durchmesser von 19 Metern. Sein Speichervolumen beträgt 1 700 Kubikmeter. Somit handelt es sich um den aktuell größten Eis-Energiespeicher Deutschlands.

Das Freizeitzentrum wird mit dem Eisspeicher auch gekühlt. Im Verlauf der Heizperiode entziehen die Wärmepumpen dem Speicher nach und nach Energie, bis hin zur Vereisung des Inhalts. So steht im Sommer der Eis-Energiespeicher als Wärmesenke zur Verfügung.

Drei Wärmepumpen

In Lindlar kommen zwei Vitocal 300-G Pro mit jeweils 111 Kilowatt und eine weitere mit 150 Kilowatt Wärmeleistung zum Einsatz. In Spitzenlastzeiten werden sie um einen Gas-Brennwertkessel Vitocrossal 300 ergänzt.

Enge Zusammenarbeit

Im Zuge der Sanierung des Industriegeländes hat die Metternich Haustechnik GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Investor DBforma GmbH das neue Energiesystem projektiert und installiert. Zur technischen Gebäudeausrüstung zählen auch der komplette SHK-Bereich sowie die Lüftungsanlage auf Basis einer umfangreichen CAD-Ausführungsplanung.

Zwei der insgesamt drei in Lindlar installierten Vitocal 300-G Pro.
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