Anfang September hat Viessmann 413 Kilometer von Allendorf und 481 Kilometer von der Halle 8 auf dem Frankfurter Messegelände entfernt die nächste Generation der Gas-Wandgeräte vorgestellt. Die Präsentation im ehemaligen Umspannwerk am Berliner Alexanderplatz war zugleich der Startschuss für eine neue Veranstaltungsreihe: die Viessmann Partner Days.

Fokus auf den Dialog

Vor 170 geladenen Kunden – Partnern – zeigte Max Viessmann in seiner Key‧note die Bedeutung der neuen Gerätegeneration nicht nur für das Unternehmen, sondern gleichermaßen für die Marktpartner auf. Er blickte zurück auf die jahrzehntelange Kooperation mit dem Fachhandwerk, aber auch auf die letzte ISH 2017. Dort habe man zum ersten Mal einen besonderen Fokus auf den Dialog mit den Partnern gelegt – ein Trend, den Viessmann in Zukunft weitergehen werde. „Auch die ISH 2019 wird so ein Fingerzeig sein“, kündigte Max Viessmann an.

Zentraler Baustein eines komplett neuen Ökosystems

Deutlich wurde, dass die neuen Brennwertsysteme mehr sind als das wichtigste Produkt im Portfolio, nämlich zentraler Baustein eines komplett neuen Ökosystems, in dem die Arbeit des Ingenieurs und digitale Technologien nahtlos zu einer Lösung verschmelzen. Ohne die enge Zusammenarbeit mit den Partnern hätte man dieses Ergebnis nicht erzielen können. Diesen Weg, so Max Viessmann, wolle man konsequent weitergehen: „Lasst uns gemeinsam Herkunft und Zukunft verbinden – über Generationen hinweg.“

Experten geben Einblicke

Ein neues Produkt, ein neues Ökosystem setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Im Anschluss an Max Viessmann gaben vier Experten Ein‧blicke in die Entwicklung der neuen Gerätefamilie. Thomas Heim (CSO Division 1) moderierte die Veranstaltung.

Die Gelegenheit, die neue Geräte-Generation aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen, wurde von den anwesenden Marktpartnern und Mitarbeitern intensiv genutzt.

Den Beginn machte Moritz Rose (Head of Design) mit dem Thema Design – was es auszeichnet und wie es in der neuen Vitodens-Familie umgesetzt wurde: durch eine matte Pulverbeschichtung, präzise Blechkanten, eine ultraflache Front, eine höhenverstellbare Blende und den sogenannten „Lightguide“, mit dem das Gerät mit dem Nutzer kommuniziert.

Anschließend stellte Dr. Markus Klausner (CTO Division 1) die Technologie der neuen Vitodens-Generation vor. Er ging dabei nicht nur auf Effizienzsteigerungen und die Verbrennungstechnik ein, sondern setzte einen Schwerpunkt auf die neue Elektronikplattform und die integrierte Konnektivität.

Tatsächlich, so Jacob Fahrenkrug (CPO VC/O), sei die neue Plattform die erste bei Viessmann, die „konsequent digital gedacht ist“. Dazu gehöre nicht nur eine durchgängige Nutzerorientierung, sondern vor allem die nahtlose Integration in die „Customer Journey“ – von der Inbetriebnahme mit der neuen ViStart App über die Monitoring- und Wartungsplattform Vitoguide bis hin zur Kunden-App ViCare.

Als vierter Experte schilderte Dr. Frank Voßloh (Geschäftsführer Viessmann Deutschland GmbH) die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren der neuen Produktgeneration: das nahtlose Nutzererlebnis, die modulare Bauweise sowie die konsequente Ausrichtung auf die Wünsche der Kunden und Partner.

Familienunternehmer im Gespräch

Diese gelebte Partnerschaft mit dem Fachhandwerk ist ein Teil der Viessmann DNA – das wurde beim anschließenden, von Dr. Frank Voßloh moderierten „Dinner-Talk“ deutlich. Alle Herausforderungen der Vergangenheit – etwa die Internationalisierung des Unternehmens oder den Aufbau eines Gas-Wandgeräteprogramms – habe man als eine gemeinsame Chance gesehen und letztlich erfolgreich gemeistert. „Aber es ist auch klar, dass die Erfolgsfaktoren der Vergangenheit in Zukunft keine Gültigkeit mehr haben müssen“, sagte Prof. Dr. Martin Viessmann.

Im Gespräch mit Max Viessmann, dem Heizungsbauer Tomas Heinze aus Münster und dessen Tochter Lara standen daher nicht nur Parallelen (und Unterschiede) beim Einstieg in das Unternehmen im Mittelpunkt, sondern vor allem der von der Digitalisierung getriebene Strukturwandel. Dieser könne nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn alte und junge Generation wechselseitig voneinander lernen. Stichworte in diesem Zusammenhang seien Vertrauen, Transparenz und Teamorientierung. „Wenn man darüber nachdenkt, wird schnell klar, dass es ohne das nicht geht“, so Max Viessmann.

Beim "Dinner--Talk" mit Professor Martin Viessmann, Max Viessmann und Dr. Frank Voßloh wurde deutlich, wie sehr die Partnerschaft zum Fachhandwerk ein Teil der Unternehmens-DNA ist.

Fünf Workshops

Teamwork stand auch am zweiten Tag im Mittelpunkt. In fünf Workshops bestand Gelegenheit, mehr über die neue Gas-Wandgerätegeneration und das dazugehörige Ökosystem zu erfahren. Entlang der Customer Journey ging es dabei um folgende Themen:

  • Einfach zugehört: Die nächste Generation Produktentwicklung
  • Einfach zu verkaufen: Die nächste Generation Viessmann Gerätedesign
  • Einfach zu installieren: Die nächste Generation Inbetriebnahme
  • Einfach zu warten: Die nächste Generation Service
  • Gemeinsam erfolgreich: Die nächste Generation Partnerschaft

Zum Abschluss der Partner Days bestand Gelegenheit zu einem gemeinsamen Gang über die Internationale Funkausstellung (IFA).

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